Wie läuft ein Lektorat ab?

1. Melde dich bei mir

Der erste Schritt ist der einfachste: Schicke mir dein vollständiges Manuskript – und am besten gleich alle Fragen, die dich beschäftigen. Ich antworte dir so schnell wie möglich und schnüre dir ein persönliches Angebot. Wenn du magst, können wir auch gerne kurz telefonieren.

Ich lektoriere alle wichtigen Formen der Belletristik – besonders Romane, aber auch Erzählungen, Kurzgeschichten, Novellen und Lyrik. Auf Wunsch begleite ich dein Projekt in frühen Phasen: beim Exposé, Treatment oder Konzept.

2. Dein persönliches Angebot

Mein Honorar ist nicht pauschal, sondern richtet sich nach deinem Text. Für Lyrik, Kurztexte oder Exposés gibt es einen Festpreis. Bei Romanprojekten lese ich zunächst eine Normseite als Probelektüre: Ich stoppe dabei die Zeit, ermittle meinen Stundensatz und rechne ihn aufs Gesamtmanuskript hoch – so bekommst du ein faires, transparentes Angebot.

Was ist eigentlich eine Normseite?

Die Normseite ist die branchenübliche Maßeinheit für den Textumfang eines Manuskripts – unabhängig von Schriftgröße und Formatierung. Ursprünglich als 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen definiert (30 Zeilen à 60 Anschläge), bleibt dieser Wert in der Praxis meist Theorie: Dialoge, Absätze und Leerzeilen lassen eine reale Seite selten so voll auslaufen.

Warum ich mit 1.500 Zeichen abrechne?

Ich rechne daher mit 1.500 Zeichen inklusive Leerzeichen pro Normseite – der von der VG Wort verwendeten, realistischeren Größe. Sie lotet den tatsächlichen Textumfang genauer aus als die theoretische Obergrenze und sorgt für eine faire, transparente Kalkulation: Du zahlst für den Text, der wirklich vor mir liegt, nicht für eine Idealseite, die es in der Praxis kaum gibt.

Die Normseitenzahl deines Manuskripts ermittelst du ganz einfach: Gesamtzeichenzahl (inkl. Leerzeichen) geteilt durch 1.500.

3. Wir legen los – in deinem Tempo

Sobald du mein Angebot annimmst, einigen wir uns auf einen realistischen Zeitrahmen, der zu dir und deinem Projekt passt. Je nach gebuchtem Paket durchläuft dein Manuskript mehrere Runden: Beim Volllektorat eines Romans folgt auf den inhaltlichen Durchgang zunächst deine eigene Überarbeitungsphase – danach kommt der stilistische Feinschliff.

Eines ist wichtig:

Zeitdruck und Lektorat vertragen sich nicht. Plane für diese Phase großzügig – es lohnt sich.

Ein kleiner Tipp vorab:

Wann ist ein Text lektoratsreif?

Lass deine Rohfassung eine Weile ruhen. Schreib in der Zwischenzeit etwas Neues, und nimm den Text dann mit frischem Blick wieder zur Hand. Du wirst überrascht sein, wie viel du selbst siehst und verbessern kannst. Wenn du die Möglichkeit hast, gib deinen Roman anderen zum Lesen – und nimm die Rückmeldungen ernst, die sich wiederholen oder die dich innerlich überzeugen.

Dann ist dein Text bereit fürs Lektorat. Und noch ein schöner Nebeneffekt: Je mehr du selbst in Ordnung bringst, desto günstiger wird das Lektorat für dich.